Impulse
Vorsätze fürs neue Jahr
Ich hoffe, sie sind alle gut ins neue Jahr gerutscht, hoffentlich nicht zu wörtlich. Und haben sie sich auch daran beteiligt, gute Vorsätze fürs neue Jahr zu fassen? Dieser Tage habe ich eine Mail bekommen, die mich davor warnte, Vorsätze zu suchen, da man sie eh nicht halten würde. Es mag zwar stimmen, dass die Mehrzahl der guten Vorsätze dazu verdammt ist, nicht in die Wirklichkeit umgesetzt zu werden. Trotzdem macht es Sinn Vorsätze zu fassen, denn damit setzen wir uns Ziele und Ziele helfen uns, in Bewegung zu bleiben. Apropos Vorsätze, die meisten unserer Vorsätze sind verständlicher Weise sehr persönlich. Wie wäre es aber mit Vorsätzen als Beitrag zum Wohl unserer Familien, unserer Stadt, unseres Staates? Wie wäre es wenn wir uns vornehmen, dass wir Kinder in unserer Gegenwart einmal nicht als störend empfinden, dass Jugendliche die Freiräume bekommen, wo sie wirklich jung sein dürfen. Wie wäre es, wenn wir Menschen mit Behinderung als gleichberechtigte Partner wahrnehmen und unsere älteren Mitmenschen Gelegenheit bekommen, ihren Erfahrungsschatz einzubringen. Wie wäre es, wenn wir verzichten würden, über andere zu jammern und uns angewöhnten, etwas schneller zufrieden zu sein? Wie wäre es damit, nicht jede halblegale Steuervergünstigung zu nützen und ohne Murren unseren Beitrag zum Leben unserer Gesellschaft zu leisten? Vorsätze, die nicht erfüllbar sind? Unser Gemeinwesen lebt davon, dass wir uns einbringen. Je mehr von uns das verstehen, desto mehr wir das Neue Jahr zu einem guten Jahr, auf das wir alle uns freuen dürfen.
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, ...
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, erst 1, dann 2, dann 3, dann 4, dann steht das Christkind vor der Tür. Und wenn das 5. Lichtlein brennt, dann hast du Weihnachten verpennt. Ist es wirklich Weihnachten, das wir dann verschlafen haben? Wenn Weihnachten das ist, was uns die Werbung vorspielt und Konsumtempel unterschieben, dann mag es stimmen, dass wir beim 5. Licht Weihnachten verpennt haben. Ein Segen für unseren Geldbeutel, vielleicht auch für uns! Nur gut, dass sich Weihnachten noch nicht auf Umsätze reduzieren lässt. Denn was wäre der Advent und Weihnachten ohne das Christkind, das Kind von Bethlehem? – das was viele eh über das ganze Jahr ausdehnen wollen: Kaufrausch und Glühweinrausch anstelle des Nachdenkens über das einzigartige Geschenk jener Nacht vor 2000 Jahren, in der das Christus-Kind geboren wurde. Viele Menschen spüren, dass wir sie mehr denn je brauchen, die Botschaft des Friedens, der Versöhnung, der Liebe – Dinge, die uns kein Warenhaus bieten kann und sei es noch so reichhaltig bestückt.
Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, …  hinter diesem kurzen Vers versteckt sich die große Sehnsucht der Menschen, die kein Mensch stillen kann, das Angenommensein ohne Abstriche. Hier endet die Macht der Geschäfte, auch wenn sie uns vorspielen wollen, sie könnten jeden Wunsch erfüllen. Die Geborgenheit, die vom Kind von Bethlehem ausgeht, dieses Geschenk ist göttlich. Ein Glück nur, dass das Angebot Gottes wirklich 365 Tage im Jahr gilt, sonst hätten wir Weihnachten wohl nicht nur im vergangenen Jahr verschlafen.
Alles Pisa oder was?

Endlich haben wir einen Maßstab gefunden, der die Unzulänglichkeiten des unseres Bildungssystems aufdeckt. Auch Bayern kann nicht mehr glänzen. Wir haben zu wenig Gymnasiasten! Dank Pisa wissen wir jetzt, dass nur die Kinder der oberen Bildungsschichten die Chance haben, eine höhere Schule zu besuchen, während die Massen der sozialschwachen Kinder, keine Möglichkeit auf eine höhere Schulbildung haben.
Nach dem Ergebnis dieser Studie, dürfte es die Bildung in meiner Familie gar nicht geben. Als Bauern gehören wir bzgl. des Reichtums nicht zur oberen Bevölkerungsschicht und trotzdem hat meine Schwester Fachabitur und ich allgemeines Abitur. Nur mein Bruder fällt nicht aus der Reihe. Er hat einen qualifizierenden Hauptschulabschluss. Entgegen der Feststellung von Pisa hat jeder von uns die Schule besucht, die er wollte.
Die Diskussion um die Pisastudie offenbart blinde Flecken in unserer Gesellschaft. Hier wird behauptet, dass nur der etwas wert ist, der Abitur hat und Armut grundsätzlich höhere Bildung verhindert. Keine Rolle spielt, was ein Kind wirklich will. Was sollte aber Bildung leisten? Sie muss ein Angebot bieten, das die Interessen eines Kindes ernst nimmt und seine Entwicklung fördert und nicht den Schrei der Wirtschaft oder Gesellschaft bedient. Wenn ein Kind schließlich als selbstbewusster gemeinschaftsfähiger junger Mensch die Schule verlässt, dann hat Schule ihren Bildungsauftrag erfüllt. Schließlich brauchen wir keine Denkmaschinen, sondern Menschen, die es verstehen, Leben positiv zu gestalten.

Ökumenisches Erdbeben

In der vergangenen Woche gab es in Bayern ein kleines ökumenisches Erdbeben. Es hieß in den Medien, von katholischer Seite würden bei sonntäglichen Trachtenfesten keine ökumenischen Gottesdienste mehr erlaubt, weil der Katholik zum Besuch der Sonntagsmesse verpflichtet sei. Rasch wurde diese Meldung vom Seelsorgereferat wieder zurückgezogen – Gott sei Dank! Denn erstens ist es der katholischen Kirche nicht mehr möglich, in jeder Pfarrei eine Sonntagsmesse anzubieten. Und zweitens lachen sich gewisse Kräfte unserer Gesellschaft ins Fäustchen, wenn die christlichen Kirchen wieder einmal mit sich selbst beschäftigt sind, denn dann ist man in unserem Land vor den Christen sicher. Wer sich mit sich selbst beschäftigt, hat nicht die Energie, die Gesellschaft aufzumischen, auch wenn es nötig wäre. Es ist bedenklich, dass sich die christlichen Kirchen das letzte Mal vor 8 Jahren gemeinsam zur Situation in Deutschlang geäußert haben, geschehen mit einem gemeinsamen Sozialpapier. Es ist höchste Zeit, dass sich die christlichen Kirchen wieder gemeinsam mit den Menschen in unserem Land beschäftigen und weniger gegeneinander arbeiten. Dass sich dieses Blatt wenden wird, dazu besteht auch Hoffnung, denn es kapieren immer mehr, dass Christsein nichts mit Rückzug zu tun hat, sondern ein brisanter Gegenentwurf zu den Ideen heutiger Gesellschaft darstellt. Übrigens, Katholiken wissen sehr wohl mit ihrer Sonntagspflicht umzugehen, wie die Einführung der neuen evangelischen Pfarrerin gezeigt hat. Dann geht man eben erst zur Messe und dann zum ökumenischen Gottesdienst.

Kurzwahlkampf

Einen Vorteil hatten die vorgezogenen Bundestagswahlen: die Zeit des Wahlkampfes war erfrischend kurz. Ich merke, dass ich gar nichts vermisse, was Versprechen, Ankündigungen und Programmvorstellungen betrifft. Für viele ist zwar noch nicht so klar, wem sie ihre Stimme geben sollen, daran hätte aber auch ein längerer Wahlkampf nichts geändert. Mancher überlegt wohl, ob er überhaupt zur Wahl geht, weil er einfach nicht weiß, wie er denn wählen soll. Früher wäre an dieser Stelle jetzt ein Aufruf gekommen, eine bestimmte Partei zu wählen. Es liegt mir fern für einen Politiker oder eine Partei Werbung zu machen, schließlich wird christliche Politik durch Abgeordnete quer durch alle Parteien gemacht, dann wenn diese ihr Mandat ernst nehmen und als Christen gemäß ihrem Gewissen arbeiten. Ich möchte an dieser Stelle vielmehr dafür werben, dass wir unsere Möglichkeit wahrnehmen, zur Wahl zu gehen. Es ist weniger ein Zeichen unseres Interesses für die verschiedenen Politiker, es ist vielmehr ein Zeichen dafür, dass wir Anteil am Leben unserer Gesellschaft nehmen. Jede abgegebene Stimme ist ein Zeichen dafür, dass es uns nicht egal ist, was mit unserem Land passiert, und wir es ernst meinen mit dem Wunsch nach einer Politik, die alle Menschen in unserem Land im Blick hat und einen guten Rahmen für das Zusammenleben der Menschen unserer Gesellschaft schafft. Wenn jemand nicht wählt, dann zeigt er damit nicht Ablehnung einer bestimmten Partei, sondern Desinteresse am Schicksal der Menschen in unserem Land.

Wahlkampfzeit

Wahlkampfzeit – eine Zeit klarer Feindbilder. Endlich haben wir wieder etwas, worauf wir schimpfen können. In diesen Tagen bekommen wir vieles zu hören, wenn auch wenig Vernünftiges. Es ist ja verständlich, dass viele Möglichkeiten genutzt werden, um politische Gegner ins schlechte Licht zu rücken, um Stimmen zu bekommen. Wieso eigentlich, wäre es nicht besser, sich selbst in ein gutes Licht zu rücken? Berechtigt der Kampf um Wählerstimmen dazu, über andere herzufallen? Je mehr ich es nötig habe, auf die Fehler anderer hinzuweisen, desto mehr habe ich selbst zu verbergen, seien es Fehler, sei es Perspektivlosigkeit. Nein ich meine jetzt nicht Einzelpersonen – wer mit dem Finger auf andere zeigt, zeigt mit vieren auf sich selbst. Die gesamte politische Klasse in unserem Land muss Nachsitzen, wenn es um Fragen der Menschlichkeit und des Respekts vor dem Anderen geht. Respekt vor den Menschen in unserem Land, offene Augen für viel echte Not und eine ehrliche Suche nach echten Lösungen sollten die Reden unserer Politiker bestimmen. Was für die Politiker gilt, gilt natürlich für alle Kräfte unserer Gesellschaft, für Gewerkschaften, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die Kirchen und …. Es ist höchste Zeit, eine menschliche Gesellschaft nicht nur einzufordern, sondern sie zu leben. Bundespräsident Köhler hat Recht, wenn er uns zutraut, dass wir die Probleme in unserem Land lösen. Wir müssen dazu nur ab und zu einen Blick auf die Situation des Anderen werfen und ihm dabei die Hand zur Hilfe reichen. Dafür gibt es ein einfaches altmodisches Wort – Nächstenliebe!

Forschung ohne Fesseln
Forschung soll ohne Fesseln, aber mit Grenzen arbeiten können! – Bravo Herr Bundeskanzler, endlich jemand, der den Forschern den nötigen Freiraum für ihr Arbeiten zubilligt! Forschung muss frei sein, ohne Fesseln, aber mit klaren Grenzen. Ob mir Herr Schröder zustimmt, wenn klar wird was unter Fesseln und was unter Grenzen zu verstehen ist, wage ich bezweifeln. Ich bin dafür, dass der Forschung möglichst keine Fesseln angelegt werden. Es braucht gute Rahmenbedingungen, damit Wissenschaftler vernünftig arbeiten können. Es braucht allerdings auch klare Grenzen, Bereiche, die nicht zur Verfügung stehen. Der Ausspruch Schröders steht im Zusammenhang mit der Diskussion um die Regeln der Forschung mit embryonalen Stammzellen. Hier gibt es eine klare Grenze: Embryonen sind unantastbar! Da hilft es auch nicht, wenn ein führender Wissenschaftler wirbt und meint, es würden nur überzählige Embryonen zur Stammzellengewinnung verwendet. Die Frage ist nur, wo gibt es überzählige Embryonen – potentielle Menschen. Angehende Menschen, sei ihr Stadium noch so anfänglich, sind nicht überzählig. Wer wollte anfangen und dem einen das Recht auf Leben, dem anderen den Weg in die Forschung und damit in den Tod zu weisen. Es gibt eine Grenze für den Wissensdurst des Menschen, spätestens dann, wenn er damit Menschen zum Tod verurteilt. Forschung soll ohne Fesseln aber mit klaren Grenzen arbeiten können. Einen guten Wissenschaftler zeichnet aus, dass er innerhalb seiner Grenzen forscht und hier seine Fähigkeiten voll entfaltet. Dazu braucht er entsprechende Möglichkeiten aber keinen Freibrief.
Staat und Kirche

Kirche soll sich aus der Politik heraushalten, lautet die Forderung der Mehrheit der Bürger der Bundesrepublik, so hat eine aktuelle Umfrage ergeben. Richtig, Kirche soll sich aus Politik heraushalten, wenn es um Parteipolitik geht. Aber kann sich Kirche wirklich aus der Politik heraushalten? Im ursprünglichen Sinn wird mit Politik Gemeinwesen verbunden. Damit wird schnell klar, dass ein Rückzug der Kirche aus der Politik unmöglich ist. Klar, so mancher Bürger und Politiker hätte es gern, wenn sich die Kirchen in unserem Land nicht mehr zu Wort melden würden. Mit ihren Forderungen nach dem Schutz des Lebens, nach der Achtung der Menschenwürde und nach der Förderung von benachteiligten Menschen liegen sie unbequem quer zum gesellschaftlichen Trend. Doch wer ist eher aufgerufen und legitimiert der Forderung nach einem liberaleren Umgang im Bereich der Klonforschung zu widersprechen, in dem sie auf die Unantastbarkeit des Lebens hinweist? Wessen Sozialpapier wurde vor einigen Jahren hoch gelobt, um es möglichst schnell wieder in den Schubladen verschwinden zu lassen, weil die Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit die Machtverhältnisse unserer Gesellschaft zu Gunsten der Schwachen verschoben hätten? Für unsere Gesellschaft wäre es leichter, ohne die Worte der Kirchen zu leben, dann wäre sie endlich die Spielverderber los, die sich immer wieder einmischen, wenn Gefahr im Verzug ist, dass der Mensch zur Ware verkommt und nicht mehr als Mensch mit unantastbaren Rechten gesehen wird.

Der bayerische Papst

Ein bayerischer Papst, endlich geht es auf mit dem Glauben in Bayern, sagen die Leute und meinen damit wohl eher mit dem Katholizismus. Klingt gut, allein mir fehlt der Glaube! Vielleicht wird es den einen oder anderen Kirchenein- oder austritt geben, aber ein bayerischer Papst macht noch keinen Aufbruch im bayerischen Glauben. An bayerischer Gemütlichkeit = Bequemlichkeit und bayerischer Tradition, oftmals getarnte Selbstgenügsamkeit, wird auch ein bayerischer Papst nichts ändern. Glaube ist immer noch Aufgabe des einzelnen Menschen. Papst Benedikt kann den einen oder anderen Denkanstoß geben, doch damit nimmt er keinem Menschen die Aufgabe ab, sich seiner Verantwortung Gott gegenüber zu stellen. Richtig gelesen – nicht der Kirche oder dem Papst – Gott gegenüber. Wenn der Mensch dabei die Hilfe einer Religion hat, fällt das sicher leichter, denn er bekommt Orientierung in seinem Suchen. Glauben aber muss der Mensch immer selbst. Die Gebote und Gesetze seiner Religion, die Verwurzelung in der Tradition, das alles gibt dem Menschen Halt. Halt um sich den Fragen seiner Zeit zu stellen, Orientierung, um die Gegenwart zu meistern und Inspiration, um mutig in die Zukunft aufzubrechen – noch ein Haken! Glauben heißt nicht in der Tradition stecken bleiben, sondern in der Tradition verwurzelt in die Zukunft = zum Licht aufbrechen. Nur dann hat sie einen Sinn. Ich wünsche uns mit Papst Benedikt einen Heiligen Vater, der uns mutig in die Zukunft vorangeht, aber gehen, das müssen wir schon selbst.

Der Held

Das Fernsehprogramm in den Kar- und Ostertagen – besonders bei den privaten Sendern – war geprägt Actionfilmen. Filme dieser Art transportieren ein besonderes Bild von Siegern und Helden. Große und starke Männer, überlegene Einzelkämpfer stellen sich mit aller Kraft den Vertretern des Bösen entgegen und siegen erwartungsgemäß – leicht verkratzt aber doch deutlich. Diese Heldentypen entsprechen dem gesellschaftlichen Bild von einem Sieger und Helden, dem Bild eines Supermannes oder Übermenschen – weit über dem Niveau eines normalen Menschen. 

An den Ostertagen geraten wir an einen ganz anderen Siegertypen. Es ist der Gegenentwurf zum Heldenbild unserer Welt. Die christlichen Kirchen feiern einen Sieger, der nach menschlichen Maßstäben zu den Schwächlingen und Loser zählt. Ein Gescheiterter steht im Mittelpunkt. Ein schlimmeres Schicksal als das des Jesus von Nazareth gibt es eigentlich nicht. Und doch ist der Gekreuzigte zum Sieger geworden. Ein gesellschaftlicher Loser hat das erreicht, was kein Filmheld zu schaffen vermag. Menschen ist eine Perspektive gegeben worden, die Leben und Welt nachhaltig verändert. Filmhelden bleiben wirkungslos, der Sieger am Kreuz bewirkt eine Veränderung der Welt. Zwar ist die Annahme der Auferstehung des Gekreuzigten Glaubenssache. Realität sind aber die vielen Menschen, die sich von ihm inspirieren lassen und sich deshalb für Menschen einsetzen – ohne große Öffentlichkeit. Doch gerade diese Menschen sorgen dafür, dass sich unsere Welt zum Guten verändert.

Und der Mensch?

Erinnern sie sich noch an die Diskussion über die Kosten von Hartz IV vergangene Woche? Finanzminister Eichel beschwerte sich, die Gemeinden würden zu viele Menschen als Bezieher des ALGII deklarieren und somit dem Bund zu hohe Kosten bescheren. Die Gemeinden hatten sich schon länger beschwert, dass ihnen der Bund die Kosten für die Arbeitslosigkeit zuschieben möchte – verständlich angesichts leerer Kassen? Für mich läuft hier eine sehr peinliche Diskussion. Menschen werden nur noch als Kostenfaktor gesehen! Wo bleibt der Gedanke an den Menschen selbst? Die Diskussion ist entlarvend. Die Waage zwischen Kassenstand und Menschen hat sich eindeutig zu Ungunsten des Menschen verschoben. Unter der Tarnkappe der Sozialen Marktwirtschaft hat sich ein System entwickelt, das für einen neuen Ausgleich sorgt: Geld zu Geld und Armut zu Armut. Sozialer Ausgleich ist uninteressant. Der öffentlichen Hand fehlen die Mittel – die Einnahmen bleiben aus, wie kann sie da soziales Unrecht ausgleichen? Aus dem Mund eines norddeutschen Geschäftsmannes stammt die Aussage: Vor der Steuer braucht sich in Deutschland kein Unternehmer zu fürchten – es werden für ihn kaum welche anfallen. Klar, dieser Satz ist ein Pauschalurteil und ein solches hinkt immer. Doch fragen lassen muss sich jeder in unserem Land, ob er seiner Verantwortung gegenüber den Menschen unserer Gesellschaft nachkommt. Von Franziskus stammt ein deutliches Wort: Der Mantel, den wir mehr haben als der andere, geben wir ihn ihm zurück, sonst machen wir uns des Diebstahls schuldig.

Stille Tage
In den Tagen vor Allerheiligen ging großer Jubel durch die Reihen der Münchner Gastronomen. Endlich wurde die ärgerliche Sperrstunde gekippt und der Weg frei für Dauerparties. Der Aufschrei folgte auf dem Fuße - das gilt nicht für die stillen Tage wie Allerheiligen usw. Zwangsause im Dauerspaß - wo bleibt das Leben! Verkaufsoffene Sonntage, 24-Stunden-Shops, 7-Tage-Woche, damit Produktionsbänder nicht stillstehen, Parties bis zum Abwinken sorgen für Dauerstrom und sorgen für blühendes Leben und bringen Menschen um ihre Zeit zum Leben. Die Dauerparty aus Arbeit und Fun geht am Menschen vorbei. Der Mensch muss sich auch mal heraus nehmen können aus dem sich immer schneller drehenden Zeitkarusell. Er braucht die Augenblicke, wo er einfach stehen bleibt und durchatmet. Er kann nicht immer auf hundertachtzig sein. Der Mensch muss auch mal innehalten und zur Ruhe kommen. Atempausen helfen dem Menschen. Sie dienen dazu, zur Ruhe und zum Nachdenken zu finden, auch wenn es schwer ist, sich den eigenen Gedanken zu stellen. Der Mensch kann nicht nur von Feiern, Konsum und Action leben. Er braucht Orte, wo er sich zeitlich und räumlich zurückziehen und wieder zu Atem kommen kann. Stille Tage sorgen für Zäsuren. Sie bremsen die Geschwindigkeit unserer Gesellschaft für ein paar Momente aus und erinnern uns daran, dass wir nicht nur von Fun leben können, sondern die Ruhe brauchen. Für ein paar Stunden wird der Mensch dem Zugriff von Hektik und Lärm entzogen. Diese Ruhe lässt ihn wirklich leben.
Stimme der Natur
Die Menschen in Deutschland stehen unter Schock! Die ostasiatische Flutwelle hat uns erreicht - nicht die natürliche, sondern diejenige, die unsere Seele trifft. Noch sind wir betroffen von der Gewalt, mit der die Natur über die unvorbereiteten Menschen hereinbrach. Doch wie lange noch? Wer denkt noch an die Flutkatastrophe in den Alpentälern an Pfingsten 1999? Wer denkt noch an das Oderhochwasser bald darauf? Unser Gedächtnis ist nicht besonders gut, wenn es um Naturkatastrophen geht. Kaum ist das Reinemachen vorbei, wird schon vergessen, welche Gewalt in der Natur steckt und wie wenig der Mensch diese Kräfte beherrschen kann. Doch ist nicht der Mensch zur Krone der Schöpfung gemacht, damit er über die Schöpfung herrsche? Richtig, der Mensch hat den Auftrag, die Schöpfung zu gestalten - jedoch im Einklang mit ihr. Wann sieht der Mensch die Schöpfung nicht mehr als Selbstbedienungsladen, sondern als Partner, den er zu respektieren hat. Hat er nicht genug Lehrgeld bezahlt, so dass er weiter bedenkenlos Raubbau betreibt, indem er zu Gunsten der Wirtschaftlichkeit immer mehr Flächen zupflastert, Energie verpulvert und sich wenig um ökologische Zusammenhänge schert? Richtig! Straßen brauchen wir und Industrie schafft Arbeitsplätze, ob aber das Verhältnis von Wirtschaftsgewinn und Schöpfungsverlust aufgeht, bezweifle ich. Die Natur ist mächtiger als der Mensch, das bekommt er von ihr immer wieder gezeigt. Wann hat er das endlich begriffen und lernt auf die Stimme der Natur zu hören.

Ausprobieren erlaubt
Für die Jungen zählen die alten Werte nicht mehr, dieser Vor-wurf lässt sich immer wieder hören, wenn die junge Genera-tion sich anderes entscheidet, als althergebrachte Gebräuche es vorsehen. Hierzu passt die wohlbekannte biblische Ge-schichte vom Sohn, der sich von seinem Vater auszahlen lässt und sich dann auf den Weg in eine abenteuerliche Welt macht. Schließlich kehrt er reumütig zu seinem Vater zurück und wird von diesem voller Freude empfangen. Meist wird hier vom verlorenen Sohn gesprochen, doch wie wäre es, das Verhalten des Sohnes einmal anders zu sehen. Dieser junge Mann bricht aus seiner gewohnten Umgebung auf und sieht sich die Welt an. Es ist der Blick über den Teller-rand in eine unbekannte Welt. Die Erfahrungen die er dabei machen muss, sind nicht gerade gut. Doch seine Erlebnisse ha-ben ihn verändert. Er kommt anders wieder, als er wegging. Nun hat er sich für das Leben bei seinem Vater entschieden. Er wird mit anderem Engage-ment im Haus seines Vaters sein. Hätte er nicht die Welt ausprobiert, er würde sich ein Leben lang fragen, ob es dort nicht besser ist, als daheim. Interessant ist auch das Verhal-ten des anderen Sohnes - des älteren der beiden. Besonders begeistert ist der nicht über die Rückkehr seines Bruders. Es klingt nach Neid, dass der Jün-gere sich etwas getraut hat, wozu er nicht den Mut hatte. Er hat etwas verpasst und gönnt dem anderen nicht die Freiheit, die er sich herausgenommen hat. Hinter der Geschichte der bei-den Söhne verbirgt sich für mich eine Ermutigung. Der Schritt aus der Tradition, aus dem Gewohnten, hinaus in das Fremde ist unangenehm. Wir scheuen es, das Risiko des Un-bekannten einzugehen. Wer es aber einmal gewagt hat, ge-winnt nicht nur neue Einsich-ten, sondern bekommt auch einen neuen Bezug zum Ver-trauten. Beides zusammen gibt uns Halt und eröffnet uns ein Leben mit Perspektive. Ich wünsche uns den Mut, in das Wasser des Unbekannten ein-zutauchen und darin schwim-men zu lernen angestoßen vom Mut der Neugierde und getra-gen durch die Kraft des Altver-trauten.

Leben im Kloster
Vor einiger Zeit meinte bei einer Klosterrunde eine Frau: "Warum gehen die schönen Männer alle ins Kloster - damit sind sie doch für die Welt verloren?" Diese Feststellung trifft ziemlich genau das Gegenteil von dem, wie ich unser Leben im Kloster sehe. Ob ich zu den schönen Männern zähle, will ich nicht entscheiden. Als für die Welt verloren sehe ich mich und meine Brüder in keiner Weise. Vielmehr schreibt der Heilige Franziskus - unser Ordensgründer: "Unser Kloster ist die Welt!" Damit hat er den Platz der Minderen Brüder festgelegt. Das Leben der Franziskaner spielt sich in der Welt ab. Nicht in der Abwendung von, sondern in der Hinwendung zur Welt besteht das Leben unseres Ordens. Es ist ein ständiger Auftrag, die Menschen in ihren Lebenssituationen immer neu wahrzunehmen und ihr Leben mit den vielen Facetten zu teilen. Man kann sagen, das Leben als Franziskaner ist Leben in Menschenverbundenheit. Damit eng verbunden ist die zweite Dimension des Klosterlebens, die Gottesverbundenheit. Wenn wir als Franziskaner das Leben der Menschen teilen, bringen wir bereits durch unser Anwesenheit die Verbundenheit Gottes mit den Menschen ins Spiel. Die Gottesbeziehung wird schon darin sichtbar, dass Menschen sich für ein Leben entscheiden, die durch das Hören auf das Wort Gottes bestimmt wird. Weiterhin zeigt sich die Gottesverbundenheit im Bemühen, Gott in allem zu suchen und zu entdecken. Das Gebet führt den Mensch in ein immer stärkeres Getragensein von Gott, aus dem schließlich die Kraft erwächst für das Engagement für alle Menschen und die gesamte Schöpfung auf den verschiedenen Spielwiesen des Lebens. Ein Satz noch: Was hier über das Klosterleben gesagt wurde gilt in ähnlicher Weise für Jeden - schließlich sind Klostermänner auch nur Menschen!

Freunde fürs Leben
Ich möcht, dass einer mit mir geht, der's Leben kennt, der mich versteht, der mich in allen Zeiten kann geleiten. Ich möchte, dass einer mit mir geht. Ein Lied der Sehnsucht nach einem Freund, einem Begleiter. Sehnsucht nach einem Menschen, der mich mag, dem ich vertrauen kann. Sehnsucht nach einem Menschen, der mich versteht und eine Idee vom Leben hat. Sehnsucht nach einem Menschen, mit dem ich mein Leben teilen kann. Wir kennen diese Sehnsucht nach Freundschaft, nach Menschen, die mit uns leben. Eine Freundschaft ist ein großes Geschenk. Freunde helfen uns zu leben. Wir brauchen sie als gute Engel an unserer Seite. In einer der schönsten Bibelstellen sagt Jesus: Ich nenne euch nicht mehr Knechte, sondern Freunde. Mir tut dieser Satz gut, weil mir damit Freundschaft angeboten wird. Jesus möchte, dass ich sein Freund bin. Er interessiert sich für mich und möchte mit mir leben. Jesus will mein Freund sein. Er möchte mit mir mein Leben teilen. Ist das möglich? Ich darf die Erfahrung machen, dass es geht. Gott ist für mich jemand geworden, mit dem ich viel über mein Leben spreche. Ich freue mich mit ihm, wenn's läuft und schimpfe mit ihm, wenn was daneben geht. Er hört sich meine Sorgen an und ich weine mich an seiner Schulter aus. Gott ist mir zu einem Freund geworden, der immer mit dabei ist. Ich habe jemanden gefunden, der mit mir geht und mich versteht.

Wertvoll
Vor einiger Zeit kam ein Jugendlicher zu mir. Er war ziemlich durcheinander und wollte mit mir reden. Ich lud ihn ein und hörte ihm einige Zeit aufmerksam zu - schließlich brach es aus ihm heraus: Man hat mir immer gesagt, ich bin nichts wert, mach ich denn alles falsch? Ein hartes Wort: ich bin nichts wert. Dieser Jugendliche ist kein Einzelfall. Bei uns gibt es viele Menschen, die als wertlos abgestempelt sind. Es sind Menschen, die nichts mehr leisten können, aus welchem Grund auch immer. Es sind Menschen, die ohne Arbeit sind, die nichts bringen. Schnell werden sie nur noch als wertlos für die Wirtschaft und als Belastung der Gesellschaft gesehen. Macht Leistung den Wert des Menschen aus? Im Psalm 8 heißt es: Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst, des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst? Du hast ihn nur wenig geringer gemacht als Gott, hast ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Bei Gott zählt nicht, was ein Mensch leistet, es zählt, dass es den Menschen gibt. Für Gott ist jeder Mensch wertvoll und wichtig. Jedem einzelnen wendet Gott sich zu und sagt zu ihm Ja. Das gibt den Menschen Wert und Würde. Dieser Würde dürfen wir uns bewusst sein und diesen Wert müssen wir schätzen. Dann werden immer weniger Menschen sagen müssen, ich bin nichts wert.

Ohnmacht
Krieg im Iraq, Krieg gegen Terror, Kriegstrommeln von Staatsmännern - solche und ähnliche Meldungen strömen täglich auf uns ein. Dazu die Frage, was kann ich dagegen tun? Die ganzen Friedensdemonstrationen haben nichts bewegt, das Kriegstreiben geht weiter. Ohnmacht macht sich bei mir breit und lähmt. Soll ich einfach stumm zusehen - wann schreitet Gott endlich ein und macht dem Treiben ein Ende! Gott ist schon einmal eingeschritten gegen das Treiben der Menschen - doch wie? Vor 2000 Jahren hat er sich eingemischt, doch ich sehe die gleiche Ohnmacht, die gleiche Machtlosigkeit. Der Blick auf das Kreuz ist deshalb so provozieren, weil es ein Zeichen der Ohnmacht ist. Wer am Kreuz ausgespannt ist, hat nichts mehr in der Hand. Ihm ist alles aus der Hand genommen. In Jesus Christus hat sich Gott eingemischt auf eine unerwartete Art und Weise. Er hat uns Menschen eine Liebe gelehrt, die alles aus der Hand gibt, sogar das Leben. Gerade diese Liebe ist es, die Menschen zusammenbringt. Die Liebe überwindet Sprachlosigkeit und befähigt Menschen miteinander zu reden. Sie baut Brücken zwischen Menschen und hilft dazu miteinander zu leben. Die Liebe ist es, die schließlich wirklich Frieden bringt. Wir müssen nur daran glauben und anfangen zu lieben.

Geschwindigkeit
Vor kurzem war ich mit einer kleinen Gruppe im ICE unterwegs. Während wir zügig durch die Landschaft glitten kamen wir auf die erste Fahrt einer Eisenbahn zusprechen. Es war die Fahrt des Adlers von Nürnberg nach Fürth. Wir erinnerten uns daran, dass die schnelle Fahrt des Adlers Inhalt von medizinischen Fachgesprächen war. Damals wurde davor gewarnt, dass die hohe Geschwindigkeit der Eisenbahn gesundheitliche Schäden nach sich ziehen könnte. Immerhin fuhr der Adler flotte Schrittgeschwindigkeit. Heute sind wir hohe Geschwindigkeiten gewohnt. Es ist für uns normal, schnell mal hierhin schnell mal dorthin zufahren. Es ist ein Zeichen unserer Zeit, dass wir den Tag in einer Stadt beginnen und ihn weit entfernt in einer anderen Stadt beenden können. Bequeme Reisemittel halten die Belastung für unseren Körper im Rahmen. Doch kommt unsre Seele immer mit? Wenn Jesus Menschen heilt, dann heilt er sie oft an Leib und Seele. Er wendet seine Aufmerksamkeit dem ganzen Menschen zu. Er will, dass es dem ganzen Menschen gut geht. Wir machen selbst die Erfahrung, dass es uns nur dann gut geht, wenn wir auf das Wohlbefinden unseres Geistes ebenso achten wir auf das Wohlbefinden unseres Körpers. Dabei fällt es uns relativ leicht, unseren Körper im Blick zu haben. Das Wohlbefinden unserer Seele aber übersehen wir leicht. Wie sehr auch sie der Erholung bedarf, merke ich dann, wenn ich mir die Zeit nehme, in Ruhe auf einer Parkbank zu sitzen oder die Stille einer leeren Kirche zu genießen. Dann beginnt meine Seele zu baumeln und ich merke, dass ich nun innerlich tief aufatme.

Leid
Vor einigen Tagen war ich an meine alte Wirkungsstätte eingeladen, um einen Festgottesdienst zu feiern. Ich hatte mich gut auf den großen Tag vorbereitet und freute mich nach einigen Jahren wieder an den Ort meiner Anfänge zurück zu kehren. Dort angekommen musste ich dann erfahren, dass diese kleine Stadt im letzten Jahr eine ganze Reihe von Jugendlichen beerdigen musste. In einem solchen Augenblick tauchen viele Fragen auf. Was soll das? Warum gerade hier? Meine schöne Predigt von der Liebe Gottes, hat die hier noch Platz?
Der Zufall wollte es, dass unter den Texten der Heiligen Schrift für diesen Tag sich auch der folgende Vers befand: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt.
Mir ist klar, dass dieses Wort keine Antwort auf die Fragen nach dem Sinn von Schicksalsschlägen gibt und auch die alte Frage nicht beantwortet "Warum lässt Gott das zu?". Trotzdem ist es eine kleine Antwort. Menschen, die uns nahe stehen, teilen mit uns unsere Freude und unser Leid. Sie freuen sich über das Schöne und helfen uns beim Schweren. Mit Gott habe ich die gleiche Erfahrung gemacht. Ich habe mich mit und über ihn gefreut. Ich habe auch seine Schulter gefunden, um mich anzulehnen. Da wurde seine Einladung für mich wahr: Komm, wenn dir das Leben zu schwer wird, ich schenke dir Ruhe und Halt.

Weihnachten
Wenn meine Gedanken in Richtung Weihnachten wandern, fällt mir folgendes Erlebnis aus meiner Jugend ein. In der heiligen Nacht war es bei uns üblich, zu Fuß in die Christmette zu gehen - eine halbe Stunde durch die verschneite Allgäuer Berglandschaft. Auf dem Heimweg wurde dieser nächtliche Weg zum Erlebnis. Warm eingepackt gehen wir nach dem nächtlichen Gottesdienst durch die kalte Nacht. Dabei leuchtet alles um uns in einem besonderen Licht. Der kalte Schnee und der sternklare Himmel tauchen die ganze Landschaft in ein sanftes bläuliches Licht. Es ist ein friedvolles Licht, das uns umgibt. Auf eigenartige Weise ergreift es uns. Der Weg durch die friedvolle Nacht macht vergessen, was an Unfrieden in unserer Welt herrscht.
Weihnachten ist für mich das Fest des Friedens. Denn Gott hat uns vorgemacht, wie Frieden gehen kann. Indem er in Jesus Mensch wird, begibt er sich hinein in die Situation der Menschen. Gott teilt das Leben der Menschen und nimmt teil an ihrem Schicksal. Damit macht er Frieden mit den Menschen. Denn Frieden beginnt dort, wo ich den anderen in seiner Situation sehen und respektieren lerne; wo ich den anderen lassen kann, so wie er ist und mit dem was er hat. Frieden beginnt bereits dann, wenn ich nur für einen kurzen Moment innehalte und mich an dem freue, was ich sehe. Etwa den Frieden auf dem Heimweg durch die klare Nacht am Heiligen Abend.