Gedanken von mir
 

Gedanken zu Allerseelen

Wir kennen wohl alle die Arie „Ich weiß, dass mein Erlöser lebet!“ aus Händels Messias. Nach dem Bericht vom Leiden und Sterben Jesu und seiner Auferstehung mit dem großen Halleluja stimmt die Sopranistin in diese herrliche Arie ein. Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, ruft Ijob in dem Moment, wo er krank, allein gelassen und verzweifelt ist. Nicht gerade eine Situation, in der ein Mensch hoffnungsvoll nach vorne blickt. Ijob hat eigentlich allen Grund, mit Gott zu hadern, ihn in Frage zu stellen, nach dem alles schief gelaufen ist.

In diesem Moment ringt er sich zu diesem Wort des Vertrauens durch: „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“ Sein zuversichtliches Wort ist eine Reaktion auf die Frage nach dem Warum des Leides und des Todes. Eine Frage, die ohne Antwort bleibt und bleiben muss. Der heutige Tag Allerseelen will uns helfen, mit der Frage nach dem Warum des Todes zu leben. Dabei erhalten wir keine Antwort, sondern finden Trost in Hoffnung und gläubiger Gewissheit. Wir geben unserem Glauben Ausdruck, dass es Leben ist, was Menschen nach dem Sterben erwartet. Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, das Wort aus dem Mund des alttestamentlichen Ijob, drückt unseren Glauben aus, dass sich in Jesus Christus ein Weg aufgetan hat. Christus hat uns durch seinen Tod und seine Auferstehung eine Gewissheit gegeben, die uns mit dem Warum des Todes leben lässt. Als Christen dürfen wir glauben, dass unsere Verstorbenen nicht im Tod geblieben sind, sondern ihre Vollendung erfahren im Reich des Erlösers Jesus Christus.

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt, mit dieser Gewissheit, dürfen wir glauben, dass unsere Verstorbenen im Sterben einen Weg gegangen sind, den auch wir gehen werden. Es ist der Weg, der uns durch unseren Erlöser Jesus Christus ins volle Leben führt.